Es ist Samstagmorgen, 6 Uhr. Ich bin bereit, in die Schweiz zu fahren, zu meinem ersten C1-Wettbewerb in dieser Saison. Ich freue mich schon sehr darauf. Nach einer langen Reise von 900 km kommen wir an der Strecke an. Ich mache mich bereit, um die Strecke zu erkunden. Sie ist trocken und viel technischer als letzte Woche. Die Strecke liegt mir sehr gut und ich freue mich noch mehr auf morgen.
Cyclocross-Vorbereitung
Nach einer erholsamen Nacht machten wir uns um 9:00 Uhr morgens auf den Weg zur Strecke. Als wir ankamen, verging die Zeit wie im Flug und ehe ich mich versah, stand ich auf der Rolle und begann mit dem Aufwärmen. Die Sonne scheint und es ist ziemlich warm. Ich sorge dafür, dass ich gut trinke und verwende wieder die Amacx Hydro Tabs für meine Wasserflasche. Meine Beine fühlen sich richtig gut an und ich bin unglaublich motiviert. Leider weiß ich in diesem Moment noch nicht, was auf mich zukommen wird.
Als ich am Start ankomme, merke ich schon beim Einreihen, dass etwas nicht stimmt. Es werden immer wieder Namen aufgelistet, leider ist mein Name nicht dabei. Ich sollte an 22. Stelle stehen, aber leider bin ich nur an 43. aufgeführt. Ich schaue mich um und sehe, dass ich der Einzige bin, der noch steht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich versuche, ruhig zu bleiben, denn ich kann nichts dagegen tun.

Cyclocross und Rückschläge
Die letzte Minute bricht an und ich überlege mir schon, wie ich das angehen soll. Es scheint eine Mission impossible zu sein. Der Startschuss ertönt und ich bekomme den nötigen Raum, um nach vorne zu preschen und als 16. ins Feld zu schiessen. Das hat alle meine Erwartungen übertroffen. In der ersten Runde liege ich bereits auf Platz 10. Alles läuft gut, ich mache keine Fehler, das sieht gut aus. Ich fahre immer weiter nach vorne. Aber dann, in Runde 2, bekomme ich einen Reifenschaden. Scheiße und was jetzt? Ich versuche, ruhig zu bleiben, aber es ist noch mega weit bis zum Materialposten. Auf dem Weg dorthin rufe ich, dass ich einen Reifenschaden habe und mein anderes Rad bereit ist. Ich verliere über 2 Minuten zu diesem Zeitpunkt.
Nach dem Radwechsel muss ich leider wieder ganz von vorne anfangen. Mit allem, was ich noch habe, bin ich wieder auf dem Kriegspfad. Ich kann mich bis auf Platz 13 vorschieben. Ich sehe die Plätze 12, 11 und 10 direkt vor mir fahren. Ich komme immer näher, und in der letzten Runde kann ich sie fast erreichen. Jetzt geht es um alles oder nichts. Mit allem, was ich noch habe, versuche ich, ihnen entgegenzufahren. Ich will eine Nachzüglerin überholen und rufe ihr zu, dass ich sie überholen will. Leider stürzt sie und ich kann nicht mehr ausweichen. So schnell wie ich falle, stehe ich wieder auf und fahre weiter. Ich schaffe es nicht, zurückzufahren, der Tank war völlig leer. Als 13. kugle ich enttäuscht über die Ziellinie und falle weinend in die Arme der Leute vor mir. Wie viel Pech kann man an einem Tag haben, an dem man so stark ist. Es hätte viel mehr drin sein können. Leider ist das auch Spitzensport.
Cyclocross und Erholung
Nach dem Rennen steige ich auf die Rolle, um meine Beine zu lockern und nehme meinen Amacx Recovery Shake, das unterstützt meine Erholung. Wir plaudern noch ein wenig und versuchen, meine Enttäuschung zu vergessen.