Als Ausdauersportler sind wir es gewohnt, mit Bedacht auf ein großes Ziel hinzuarbeiten. Egal, ob es sich um einen Tag oder einen Mehrtageslauf handelt, man will gut sein, und alles muss dem weichen. Das bedeutet oft, den Trainingsplan bis zur Perfektion vorzubereiten, auszuführen und zu analysieren. Manisch wird auch oft gesagt. Nichts soll dem Zufall überlassen werden. Aber fragen Sie sich, ob das der Weg ist, um das Beste aus sich herauszuholen und Spaß am Training und an den Wettkämpfen zu haben?
Doch diese präzise Art der Vorbereitung hat auch ihre Schattenseiten. Durch die ständige Konzentration auf die Leistung vergisst man oft, das Training und den Weg zum Ziel zu genießen. Das ist auch bei Spitzensportlern üblich. Man liest sehr oft, dass die Athleten weder die Vorbereitung noch den Wettkampf selbst genießen konnten. Man denke nur an die niederländische Olympiamannschaft in Tokio. Kürzlich war in den Nachrichten zu lesen, dass Athleten dem Sportdachverband berichteten, dass sie aufgrund des hohen Leistungsdrucks (Top-8-Ambitionen) nicht viel Spaß hatten.
Erfreulicherweise werden sich immer mehr Sportler dessen bewusst, mit oder ohne Hilfe eines Sportpsychologen. Häufiger sollten wir uns auf die Gründe besinnen, warum wir mit dem Laufen oder Radfahren begonnen haben. Oft ist es das Gefühl von Freiheit, der Wunsch, das Beste aus sich herauszuholen und das Abenteuer. Letzteres ist meiner Meinung nach der Schlüssel zu einer langfristigen Sportkarriere oder einer spaßigen Vorbereitung. Denn die Grundlage für Leistung ist, viele Stunden zu trainieren und gut auf sich selbst aufzupassen: gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Entspannung.
Spitzensportler auf Abenteuerreise
Wir können uns ein Beispiel an Spitzensportlern wie der Radfahrerin Annemiek en Vleuten und der Marathonläuferin Nienke Brinkman nehmen. Beide suchen gerne das Abenteuer. Van Vleuten ist in den Wintermonaten oft mit dem Rad in Kolumbien unterwegs, während Nienke Brinkman sich nicht nur auf den Marathonlauf konzentriert, sondern auch als Trailrunnerin aktiv ist. Beide suchen das Abenteuer mehr als einmal, während sie weiterhin auf hohem Niveau laufen. Durch die Abwechslung und die neue Umgebung ist man nicht ständig mit dem Training an sich beschäftigt, sondern eher mit der Umgebung und den möglichen Begleitern.
Egal, auf welchem Niveau Sie aktiv sind, ein Abenteuer bietet Ihnen nicht nur tolle Erlebnisse, sondern ist aufgrund der langen Anstrengungen auch gut für Ihre Form! Trauen Sie sich also, einen Bikepacking-Trip oder ein Trailrun-Abenteuer zu planen, das Sie Ihrem Ziel näher bringt. Am besten in der Phase, in der du viel Umfang hast und noch nicht gezielt trainierst (Blöcke).
Erfolgreicher Bikepacking-Trip
Für eine erfolgreiche Bikepacking-Tour ist die Sporternährung sehr wichtig. Da man beim Radfahren einen großen Teil des Tages zurücklegt, ist der Energieverbrauch sehr hoch. Diesen müssen Sie während des Radfahrens wieder auffüllen. Achten Sie deshalb auf eine ausreichende Kohlenhydratzufuhr. Denken Sie an das Turbo-Getränk in Ihren Wasserflaschen, an Gele und Fruchtkaugummis für unterwegs. Außerdem ist aufgrund der Häufung von (langen) Trainingseinheiten eine Nahrungsergänzung nach dem Training unerlässlich. Nehmen Sie daher reichlich Proteinriegel mit. Schließlich ist es die Erholung, die Sie besser macht und dafür sorgt, dass Sie am nächsten Tag mit frischen Beinen wieder aufs Rad steigen und ein neues Abenteuer erleben können!
Viel Spaß beim Abenteuer!